Partner in Hongkong
Tsung Tsin Mission in Hongkong (TTM)
Die ersten China–Missionare der Basler Mission trafen 1847 in Hongkong ein. Sie konzentrierten ihre Tätigkeit auf die Hakka, eine chinesische Volksgruppe mit eigenem Dialekt, die in verschiedenen Gebieten Südchinas siedelt. Die Missionare waren in den ersten Jahren hauptsächlich in Hongkong und in näher gelegenen Festlandgebieten tätig. Später dehnten sie ihren Wirkungsbereich auf mehrere Bezirke im Osten der Provinz Guangdong aus.
Schon vor der Selbstständigwerdung der Tsung Tsin Kirche in der Guangdongprovinz wurde die Kirche in Hongkong selbstständig. Als 1949 die Volksrepublik China gegründet wurde, konnte die Kirche in Hongkong keine Verbindung mehr mit der Kirche in der Voksrepublik pflegen. Heute bestehen wieder enge Beziehungen zu den Gemeinden im Inland.
Die TTM zählt heute 9.000 Mitglieder in 22 Gemeinden. Sie führt fünf Mittelschulen, vier Primarschulen und mehrere Kindergärten. Sie unterhält sechs Kindertagesheime, ein Jugendzentrum, ein Altersheim und zwei Tageszentren für Betagte.
Christliches Institut Hongkong
Das Hongkong Christian Institute (HKCI) wurde 1988 von Christinnen und Christen ins Leben gerufen. Es sieht sich als Schnittstelle zwischen Kirchen und Gesellschaft. Das Institut befähigt Christinnen und Christen, einen Beitrag zu wirtschaftlichen, gesellschaftlichen sowie politischen Zeitfragen und Problemen in Hongkong sowie für die dortigen Kirchen zu leisten. Sie lernen, in der Gesellschaft Hongkongs für christliche und demokratische Werte und für die Beachtung der Menschenrechte einzustehen, Ungerechtigkeiten aufzudecken und die Zivilbevölkerung in ihren sozialen Anliegen zu unterstützen.
Das HKCI dient Interessierten als Informationsquelle, um die aktuelle Situation in Hongkong kennenzulernen und zudem eine Einführung in die ökumenischen Aktivitäten und in das Denken der örtlichen Christinnen und Christen zu erhalten.
Labour Action China
Labour Action China (LAC) ist als Tochterorganisation aus dem Hong Kong Christian Industrial Committee (HKCIC), einer langjährigen Partnerorganisation von mission 21, hervorgegangen. Seit den 1960er Jahren ist das HKCIC in der Gewerkschaft und Arbeiterbewegung innerhalb von Hongkong tätig. Seit den 1980er Jahren wurden die Produktionsstätten der Hongkonger Firmen in den Süden der Volksrepublik China verlegt. Um sich wirkungsvoller für die dortigen Arbeiter und Arbeiterinnen engagieren zu können, wurde 2005 LAC gegründet. Die Organisation unterstützt und befähigt chinesischen Wanderarbeiter und –arbeiterinnen im Kampf für ihre Rechte und fördert die Verbesserung ihrer Lebens– und Arbeitsbedingungen. Das Engagement dient insbesondere den Opfern von Berufskrankheiten wie der tödlichen Lungenkrankheit Silikose. Die Betroffenen sind aufgrund von mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen in den Schmucksteinschleifereien erkrankt. Gemeinsam mit den Opfern und ihren Angehörigen werden bei den Firmenbesitzern Entschädigungszahlungen eingeklagt.





