Verpflichtung und Engagement
Grundlagen unserer Arbeit
Nach einer Phase intensiven Austauschs haben sich die Mitglieder der EMS–Gemeinschaft auf der Grundlage der EMS HIV&AIDS–Policy, die beim Missonsrat 2004 verabschiedet wurde, verpflichtet,
- für die Menschenwürde und die Menschenrechte von an HIV&AIDS erkrankten Personen einzutreten.
- die Stigmatisierung und Diskriminierung, welche das Leiden der Menschen erhöht und die Verbreitung fördert, zu verringern.
- offen über HIV&AIDS in der EMS zu diskutieren und sich für die Erkrankten stark zu machen.
- für eine gerechte Gemeinschaft von Frauen und Männern einzutreten, d.h. Gender–Ungerechtigkeit in unseren Kirchen zu überwinden und speziell auch Männer in die HIV&AIDS Arbeit einzubinden.
Was wir tun
HIV&AIDS können bekämpft werden: 2008 sanken die HIV–Neuinfektionen um 17 Prozent. Insgesamt scheint sich die Pandemie in den meisten Regionen der Welt zu stabilisieren, wenn auch teilweise auf hohem Niveau. Die EMS–Gemeinschaft engagiert sich in der Begleitung und Gestaltung von Seminaren, bei der Vernetzung und dem Aufbau neuer Strukturen in der HIV&AIDS–Arbeit, stellt Materialien und aktuelle Informationen bereit, fördert HIV&AIDS–Projekte und engagiert sich in der Lobbyarbeit.
Hintergrund
Weltweit leben mehr als 33 Millionen Menschen mit HIV&AIDS. Pro Tag stecken sich 7.400 Menschen weltweit mit HIV an, darunter 1.200 Kinder. Noch immer haben 52 Prozent der erkrankten Menschen weltweit keinen Zugang zur antiretroviralen Therapie. Da eine HIV–Infektion meist keine speziellen Symptome aufweist, wissen viele Menschen nicht, dass sie an HIV erkrankt sind.
Im Wissen um HIV&AIDS als einer tabuisierten Krankheit, deren Wurzeln sich auch aus struktureller Armut, Gender–Ungerechtigkeit, Stigma, Ignoranz und Schweigen nähren, hat sich die EMS–Gemeinschaft auf ein breit angelegtes Engagement verpflichtet.





