Mira (Ghana)
Name: Mira
Wohnort: Hessen, Rheingau
Was hast Du bisher gemacht?
Bisher war ich Schülerin eines Gymnasiums.
Warum gehst Du ein halbes Jahr mit dem ÖFP ins Ausland?
Ich habe nun endlich mein Abi, doch möchte ich nicht gleich weiter “Karriere planen“, sondern erst einmal weg. Australien, Neuseeland,…- das machen alle. Ich wollte lieber etwas wirklich Neues und Anderes erleben und von meinem Glück, von meinem Überfluss auch gerne etwas abgeben, etwas weitergeben. Das war meine Entscheidung für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Afrika.
Warum gehst Du mit dem „Ems“ nach Ghana?
Über „Weltwärts“ bin ich auf „meine“ Einsatzstelle in Ghana gestoßen und wusste, das ist genau, was ich suche. Ghana ist politisch sicher und ein Vorreiter der Entwicklungsländer. Das Projekt verbindet den medizinischen Aspekt mit der Arbeit mit Kindern. Zudem fühle ich mich bei dieser eher kleinen Organisation gut vorbereitet und aufgehoben.
Was willst Du gerne in der Zeit dort erreichen?
Mir ist bewusst, dass ich dort in Ghana nicht viel ändern oder helfen kann. Mein Ziel ist es eher, den kulturellen Austausch zu fördern. So wie ich dort unterrichte und für die Kinder da bin, werde auch ich vieles lernen, offener für fremde Kulturen werden und so meinen Horizont erweitern.
Worauf freust Du Dich?
Ich freue mich auf einiges. Unter anderem auf neue Kontakte, das Erlernen einer neuen Sprache, einen langen Sommer, viel Lachen - die Ghanaer sollen sehr humorvoll sein - eine neue Kultur… Generell darauf, eine neue Lebenswiese kennenlernen.
Was bereitet Dir Bauchschmerzen?
Die Vorstellung vom Essen dort, das wegen unterbrochener Kühlketten verdorben ist.
Welcher Abschied wird Dir hier am schwersten fallen?
Natürlich der Abschied von meinen Freunden und meiner Familie, aber auch vom Vollkornbrot, Schokolade und meiner Mobilität dank meines Fahrrads.
Was darf in Deinem Koffer auf keinen Fall fehlen?
Was uns weiblichen Teilnehmerinnen eingebläut wurde: ein großer Vorrat Tampons. Daneben müssen ein Moskitonetz und mein Foto auf jeden Fall mit.
Mit welchen Erwartungen und Wünschen fliegst Du ab?
Mit dem Wunsch ein möglichst gesundes, aufregendes und lehrreiches halbes Jahr zu erleben und danach nicht allzu sehr zu bereuen, dass ich nur sechs Monate weg war.
-
16.01.12
Adventszeit
Stellt euch vor, ihr seid gerade zum Sommerurlaub am Strand von Spanien. Neben euch singt jemand ein Weihnachtslied. Erstaunt schaut ihr ihn an. Weihnachtslieder im Sommer? So fühle ich mich hier in Ghana.
Adventszeit, das sind ...
-
16.01.12
Kulturelle Unterschiede
Mein Leben lang ging ich davon aus, dass ich nur eine Mutter habe. Hier erfahre ich nun, dass ich eigentlich 7 Stück habe. Leider weiterhin nur einen Vater. In Ghana sind die Schwestern deiner Mutter auch deine Mütter und die ...
-
16.01.12
Begegnung mit anderen Religionen
Mitte Oktober kam ein neues Kind auf die Station. Als ich nach ihrem Namen fragte, sagte man mir: „ Sie heißt Sakina. Sie ist Moslemin.“ Warum sagte man mir ihre Religionsangehörigkeit, wenn ich lediglich nach ihrem Namen ...
-
09.11.11
Gottesdienst
Der Gottesdienst ist anders, als ich ihn mir vorgestellt habe. Ich rechnete mit einer überfüllten Kirche, bis auf den letzten Platz gefüllt mit Menschen. Es sollte getanzt und gesungen werden, wie bei keinem Fest in Deutschland ....

-
06.11.11
Geschlechterrollen
„Ghana – Das Land der starken Frauen“ So steht es in meinem Reiseführer. Bevor die Europäer nach Ghana kamen, war die Blutreihe der Frauen die bedeutende. So unvorstellbar das für das patriarchisch geprägte Welt der ...




