Ökumenische Mitarbeitende
Gelebte Ökumene braucht Austausch und Begegnung
Der Personalaustausch ist ein wichtiger Baustein zur Stärkung der Zusammengehörigkeit innerhalb der EMS-Gemeinschaft. Die EMS sendet Frauen und Männer für mehrere Jahre als Ökumenische Mitarbeitende in eine Kirche der Gemeinschaft aus. Sie sind wichtige Brückenbauer und Brückenbauerinnen zwischen Kirchen und Kulturen.
Ihr Dienst ist Ausdruck wechselseitiger Unterstützung im gemeinsamen Zeugnis: „Wir bezeugen das Evangelium von Jesus Christus am jeweiligen Ort auf einladende und glaubwürdige Weise. Die Erfahrung von Fremdheit in der Begegnung und im Austausch über Grenzen hinweg hilft uns, das Evangelium in neuer Weise zu entdecken.“
Austausch in drei Richtungen
Ökumenische Mitarbeitende nehmen Teil am Leben der Kirche vor Ort und an deren Mission. Der Personalaustausch findet in der EMS-Gemeinschaft in drei Richtungen statt; als Nord-Süd-Austausch, Süd-Nord-Austausch und Süd-Süd-Austausch.
An gemeinsamen Zielen arbeiten
Die Entscheidung über die Errichtung von Stellen orientiert sich sowohl an den Bedürfnissen der Einsatzkirchen als auch an dem Ziel, gemeinsame Aufgaben wahrzunehmen und einen Dienst für die internationale EMS-Gemeinschaft zu leisten. Zentrale Themen und Inhalte sind:
- Weitergabe des Evangeliums, Teilen geistlicher Gaben, theologische Ausbildung
- Gerechtigkeit und Frieden, Versöhnung und Heilung
- Interreligiöse Beziehungen
- Menschenrechte und Diskriminierung
- Armutsbekämpfung
- Ökumenisches Lernen
- Geschlechtergerechtigkeit
- HIV&AIDS
- Arbeit zu einem thematischen Schwerpunkt der Gemeinschaft
Erfahrungen und Kompetenzen mit anderen teilen
Für einen Einsatz als Ökumenische Mitarbeitende in der EMS-Gemeinschaft sind professionelle, missionarische und interkulturelle Kompetenzen erforderlich. Die Stellen und Aufgabenbeschreibungen sind so gestaltet, dass ein ökumenischer Lernprozess für alle Beteiligten ermöglicht wird. Die Verknüpfung von Identifikation und Außensicht, die die Rolle der Ökumenischen Mitarbeitenden kennzeichnet, erfordert eine hohe Sensibilität. Ökumenische Mitarbeitende sollen bereit sein, sich auf Neues und Fremdes, die Kultur, den Glauben und das Selbstverständnis der aufnehmenden Kirche einzulassen und Empathie zu entwickeln. Zugleich kommt es darauf an, Zeiten und Orte der Reflexion vorzusehen, in denen die Außensicht der Mitarbeitenden gezielt fruchtbar gemacht werden kann.
Nach ihrer Rückkehr wirken Ökumenische Mitarbeitende als Multiplikatoren und Multiplikatorinnen. Sie bringen neue Einsichten und Erfahrungen in den Bereichen interkulturelle Kommunikation, Kenntnisse eines Landes und einer Kirche mit, die sie in ihren jeweiligen Arbeits- und Lebensbereichen einbringen.

Ulrike Schmidt–Hesse
Stellvertretende Generalsekretärin
Leiterin Abteilung Mission und Partnerschaft
kommissarische Verbindungsreferentin Nahost (Vakanzvertretung)
Tel.: + 49 711 636 78 –33
E-Mail: schmidt-hesse@ems-online.orgUlrike Schmidt Hesse arbeitet seit 2006 für die EMS. Davor war sie als Gemeindepfarrerin, Regionalbeauftragte für Mission und Ökumene und Studienleiterin im Rhein–Main–Gebiet und in internationalen Zusammenhängen tätig.
„Mir liegt daran, dass wir uns in der EMS–Gemeinschaft gegenseitig herausfordern und ermutigen, vom Leben in Fülle, das Gott uns in Christus schenkt, Zeugnis zu geben.“




