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		<title>Pilgern für Bauern Blog</title>
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		<description>News</description>
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			<title>Pilgern für Bauern Blog</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 26 Oct 2011 09:30:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Die letzte Etappe</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Manfred Gieche hat sein Ziel erreicht: Santiago de Compostela</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo, Ihr Lieben,</p>
<p class="bodytext">erst einmal Dank an alle, die mir wieder geschrieben haben. Ich werde nach meiner Rückkehr allen noch persönlich schreiben. Hier fehlt mir einfach die Zeit dazu. Heute kommt meine letzte Mail vom Jakobsweg. Ich bin wieder in Santiago und morgen werde ich mich auf den Heimweg machen, und aller Voraussicht nach bin ich Anfang November wieder in Fellbach. </p>
<p class="bodytext">Ich bin letzte Woche von hier nach Finisterre gewandert, habe dort schriftlich bestätigt bekommen, dass ich zu Fuss bis zum Ende der Welt gelaufen bin. Die letzte Etappe war dann von Finisterre nach Muxia, dort habe ich eine weitere Pilgerurkunde erhalten, die Muxiana. Von dort ging es mit dem Bus zurück. </p>
<p class="bodytext">Es ist schon ein seltsames Gefühl, wenn ich auf die letzten Wochen und Monate blicke. Es war eine wunderschoene Zeit, ich habe Höhen und Tiefen erlebt. Wenn ich wieder zuhause bin werde ich ausführlich berichten. Augenblicklich bin ich erst einmal froh, dass ich nicht morgens  wieder packen und mich aufmachen muss. </p>
<p class="bodytext">Heute war ausschlafen angesagt, danach gut fruehstuecken. Ich goenne mir hier auch den Luxus eines Hotels, die Pilgerherbergen sind zwar schön, doch mal wieder alleine zu sein tut gut. Ich werde noch viel Zeit brauchen, alles, was ich auf dem Weg erlebt habe, zu verarbeiten. </p>
<p class="bodytext">Ich freue mich, Euch alle wieder zu sehen. Für heute seid alle herzlich gegrüßt</p>
<p class="bodytext">Manfred</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Geschichte pur in Ponferrada</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Die sagenumwobenen Templer haben in der Stadt residiert</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo meine Lieben!<br /><br />Inzwischen bin ich in Ponferrada gelandet, eine alte Templerstadt mit einer mächtigen Burg. Ich habe mir heute dafür den Nachmittag Zeit genommen und bin immer noch ganz begeistert.<br /><br />Ich kam mir vor wie in Kindheitstagen, als ich noch Ritter und Burg gespielt habe. Doch hier sind die geschichtlichen Dimensionen ganz anders. Die Templer hatten ja versucht ganz Mönch und ganz Ritter zu sein.<br /><br />Das gefiel vielen nicht - und sie wurden verfolgt und fast gänzlich ausgerottet. Doch darüber möchte ich heute nicht berichten, es würde den Rahmen meiner Mail sprengen.<br /><br />Grüsse, Manfred<br /><br />&nbsp;<br /><br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das Wunder vom Huhn und der Henne</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Santo Domingo de la Calzade: hier leben ein Hahn und ein Huhn in der Kirche in einem Käfig - einer ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Ihr Lieben, <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">heute bin ich in Santo Domingo de la Calzade. Dies ist die Stadt, in der in der Kathedrale noch heute ein Hahn und ein Huhn in der Kirche in einem Käfig gehalten werden. Sie sollen auf ein Wunder hinweisen, über das schon im 12. Jahrhundert berichtet wurde. <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Unter den vielen Pilgern auf dem Weg nach Santiago waren auch eine deutsche Familie aus Xanten. Das Mädchen im Gasthaus, in dem die Familie untergebracht war, verliebte sich in den Sohn Hugonell. Der blieb ihr gegenüber jedoch gleichgültig, und so beschloss das Mädchen, Rache zu nehmen. Sie steckte ihm einen silbernen Becher in sein Gepäck, und als die Pilger die Reise fortsetzten, zeigte das Mädchen den Diebstahl an. <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Das Gesetz ahndete den Diebstahl von Silber mit der Todesstrafe, so dass der unschuldige Junge zu Tode verurteilt wurde. <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Als die Eltern kamen, um ihren erhängten Sohn zu sehen, waren sie überrascht, die Stimme ihres Sohnes zu hören. Er erzählte ihnen, dass der Heilige Domingo de la Calzade (Ortsgründer) sein Leben erhalten hätte. Sofort gingen sie zum Richter der Stadt und berichteten ihm von dem Wunder. Ungläubig erwiderte dieser, &quot;Ihr Sohn sei so lebendig wie der gebratene Hahn und die Henne, die er soeben verspeisen wolle&quot;. <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Unmittelbar darauf sprangen der Hahn und die Henne vom Teller und fingen an zu gackern. <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Seitdem trugen die Richter lange Zeit zur Mahnung einen Strick um den Hals. <br /></span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Mir geht es nach wie vor gut, die letzten Tage waren hart, teilweise über 30 Kilometer gewandert. </span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Herzliche Grüsse</span></p>
<p class="bodytext"><span style="font-size:10.0pt; font-family:&quot;Courier New&quot;; letter-spacing: 0pt">Manfred</span></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Pamplona: Feste feiern alla Hemingway</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Konzerte, Menschenaufläufe und gutes Essen: Manfred Gieche genießt seinen freien Tag</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Ihr Lieben,<br /><br />die Pyrenäen sind geschafft, zurzeit bin ich in Pamplona und genieße einen freien Tag. Ich glaube, den habe ich mir auch redlich &quot;verdient&quot;.<br /><br />Der Übergang der Pyrenäen war schon eine riesige Herausforderung. Ich selbst hatte ja ein wenig Bedenken, doch wenn ich dann mal am Laufen bin, dann scheint es doch fast wie von selbst zu gehen. Ich war aber froh, als ich abends in Roncesvalles im Kloster angekommen war. Ich hatte nur noch Lust auf gutes Essen und Trinken - und das habe ich dann auch gemacht.<br /><br />Die letzten zwei Tage waren dann weniger anstrengend, und hier in Pamplona scheint die Welt wieder ein wenig anders zu &quot;laufen&quot;. Zuerst Mittagspause, dann füllte sich die Stadt immer mehr, so viele Leute habe ich schon seit langem nicht mehr gesehen. Dabei wird lausstark auf den Strassen gegessen und getrunken - in Stuttgart unvorstellbar. Ich selbst habe so etwas noch nicht erlebt, es scheint ein bisschen im spanischen Blut zu stecken. Oder steht die lange Geschichte Navarros dahinter? Auf jeden Fall zeigt sich überall die baskische Eigenheit, offen hängen an den Häusern baskische Flaggen und Landkarten, die zeigen von wo bis wo das Baskenland geht.<br /><br />Pamplona ist ja durch Hemingway und seine Beschreibung des größten Festes hier, der &quot;Sanfermines&quot; bekannt geworden. Jedes Jahr werden im Fernsehen die Bilder der Stierläufe durch die Stadt gezeigt. Im Alltag hier wird immer wieder darauf hingewiesen. Die Stierkampfarena ist die drittgrößte überhaupt.<br /><br />Vom 6. - 14. Juli scheint die Stadt vollkommen aus dem Ruder zu laufen. In meinem Reiseführer steht: &quot; Ab dann verwandelt sich die Stadt in einen Hexenkessel, durch den immer wieder Prozessionen mit Riesenfiguren ziehen, zahlreiche Konzerte stattfinden und sich die Bevölkerung einem kollektiven Fest- und Alkoholrausch hingibt.&quot; Soweit dazu!!<br /><br />Konzert ist jedoch das nächste Stichwort. Augenblicklich findet hier eine &quot;Sarasate International Violin Competition“ statt. Knapp 40 junge weltweit anerkannt Spielerinnen und Spieler kämpfen um den &quot;Sieg&quot;. Alle Vorentscheidungen sind für jedermann offen - und kosten nichts. Ich habe mir fünf angehört, es war einfach toll.<br /><br />Noch zum Schluss eine kurze Nachricht: ich habe auch endlich meine Wanderschuhe entsorgt. Die Sohle war vollkommen abgelaufen.&nbsp;<br /><br />Ich grüße Euch alle ganz herzlich, mir geht es weiterhin gut, ich werde morgen meinen Weg fortsetzen. Wieder Dank an alle, die mir geschrieben haben. Leider komme ich nicht dazu, alle einzeln anzuschreiben - doch ich denke, dass Ihr alle mit der Sammelpost zufrieden seid. <br /><br />Euer Manfred<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Pyrenäen in Sicht</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Manfred Gieche hofft, dass seine Knie die Belastung in den Bergen aushalten</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo Ihr Lieben,<br /><br />zuerst einmal wieder vielen Dank für all die Post, die bei mir aufgelaufen ist. Ich freue mich immer wieder, von Euch zu hören, und dass Ihr an mich denkt.<br />Leider hatte ich die letzte Zeit keine Möglichkeit ans Internet zu kommen, auch heute ist die Zeit sehr beschränkt, denn ich bin in St.Jean-Piet-de-Port angekommen. Der Pilgerstrom nimmt hier nochmals zu, ich bin jetzt gespannt, wie sich das die nächsten Tage verteilen wird.<br /><br />Morgen wollte ich eigentlich einen Ruhetag einlegen, doch das Wetter soll übermorgen sich deutlich verschlechtern. Die nächste Etappe wird ja als die Königsetappe beschrieben. Es steht der Weg über die Pyrenäen an, insgesamt knapp 25 km, jedoch davon fast 20 km nur Steigung, anschließend dann noch 5 km nur abwärts. Ich hoffe, dass das meine Knie aushalten. Damit hatte ich bisher die einzigen Probleme auf meinem Weg.<br />Heute will ich Euch nur eine kleine Feststellung auf meinen letzten Kilometern mitteilen: Ich hätte nie gedacht, dass der Jakobsweg innerhalb der Bevölkerung so einen guten Namen hat. Alle helfen weiter, in Restaurants gibt es vielfach Sonderpreise für Pilger.</p>
<p class="bodytext"><br />Gestern habe ich in einer baskischen Gite übernachtet. Es gab gutes Essen und Trinken, zusätzlich unterhielt uns der Wirt mit baskischen Liedern. Wieder eine ganz neue Erfahrung. Demnächst mehr, wenn ich meinen nächsten Ruhetag einlege. <br /><br />Seid alle ganz herzlich gegrüßt, mir geht es nach wie vor gut, ich bin sehr froh, dass ich mich auf den Weg gemacht habe.</p>
<p class="bodytext">Manfred</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Halbzeit: Cahors erreicht</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Manfred Gieche hat nach zwei Monaten rund die Hälfte seiner Strecke hinter sich gebracht</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo, Ihr Lieben,<br /><br /> heute habe ich mal wieder einen Ruhetag eingelegt. Ich habe Cahors erreicht, damit ist auch in etwa die Hälfte meines Weges geschafft. Ich brauche aber auch den Tag heute, um mal wieder meine Wäsche zu ordnen. Hier gibt es eine Waschmaschine - so lässt sich alles viel besser erledigen. </p>
<p class="bodytext">Dazu kommt aber auch, dass meine letzten Etappen recht lang und anstrengend waren. Bis auf einen Regentag, der allerdings von morgens bis abends ging, war das Wetter gut, meist sogar zu gut. Ich habe Tage erlebt, an denen ich über sechs Liter getrunken habe - und alles ist verdunstet!<br /> <br />Zuerst möchte ich mich bei allen bedanken, die mir geschrieben haben und die mich auf meinem Weg in Gedanken begleiten. Ich freue mich über jede Post, dazu besonders über die, die sehr persönlich gehalten ist. </p>
<p class="bodytext">Augenblicklich wandere ich hauptsächlich mit einem Schweizer und einem Deutschen zusammen. Doch das ergibt sich immer mehr oder weniger zufällig, da die Etappen gleich sind. Ich treffe immer wieder Leute, denen ich schon mal begegnet bin. Dann verlieren sich die Wege, und plötzlich ist die Person wieder da. Jede und jeder geht ihren und seinen Weg, die Strecken sind unterschiedlich. An einem Tag geht es besser, dann ist mal etwas Erholung angesagt bzw. ein Ort gefällt besonders gut.</p>
<p class="bodytext">Mich hat in den letzten Tagen besonders Conques angesprochen. Conques befindet sich in einem schwer zugänglichen Seitental des Lot. Conques wurde von einem Einsiedlermönch gegründet, es kamen dann Benediktinermönche dazu. Conques war eine sehr wichtige Station der alten Pilger - und ist es bis heute geblieben. Die Abtei hat heute nur wenige Mönche, ich habe sechs gezählt. </p>
<p class="bodytext">Der Ort ist noch sehr ursprünglich erhalten, wenn die vielen Touristen nicht wären, würde ich mich wie im Mittelalter fühlen. Besonders beeindruckt hat mich die Kathedrale Ste-Foy, eine romanische Kirche, die auf das 11 Jahrhundert zurück geht. Die Kirche hat die französische Revolution einigermaßen gut überstanden. Über dem Haupteingang befindet sich ein wunderbares Tympanon mit über 100 Figuren. Es soll eines der besten erhaltenen sein. Im Mittelpunkt sitzt Christus, auf der einen Seite werden die Seeligen dargestellt, auf der anderen die Höllenqualen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die alten Pilger von diesen Darstellungen sehr begeistert waren.</p>
<p class="bodytext">In der Kirche habe ich das Abendgebet mitgemacht, zum Schluss mit dem Pilgersegen. Abends waren dann die Tagestouristen weg und es wird dann noch Orgelmusik gespielt. Der Organist interpretierte viele unterschiedliche Stücke, es war einfach wunderbar. Ganz spontan sangen dann noch drei der Pilgerinnen, sie waren, wie sich später herausstellte, ausgebildet und fanden sich einfach so zum Singen zusammen. Mir lief es heiß und kalt den Rücken hinunter, ich werde dies wohl nie vergessen und ich bin mir sicher, dass dies einer der Höhepunkte meines Weges war.</p>
<p class="bodytext">Euch allen ganz herzliche Grüsse, ich habe viel Zeit auf dem Weg, um an Euch alle zu denken.</p>
<p class="bodytext">Manfred</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Unter Hitze bis nach Aumont-Aubrac</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Manfred Gieche ist an der Kreuzung zwei historische Römerstraßen angelangt</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo, Ihr Lieben!</p>
<p class="bodytext">Ich bin jetzt in Aumont-Aubrac angekommen. Heute lag nur ein kurzer Weg vor mir (knapp 15 Kilometer), doch habe ich noch an den Anstrengungen des gestrigen Tages zu leiden. Gestern habe ich meine bisher längste Strecke überwunden, von Saugues nach St-Alban-sur-Limagnole, eine Strecke von 33 Kilometern. Und das noch bei sehr heißem Wetter. Ich glaube, ich habe noch nie an einem Tag so viel getrunken - und ich war froh, als ich am Spätnachmittag das Ziel erreicht hatte. </p>
<p class="bodytext">Unterwegs werde ich allerdings immer viel belohnt, einmal durch die wunderschöne Landschaft, dann aber auch seit Le-Puy durch die vielen Mitpilgerinnen und Pilger, die mit mir zusammen auf dem Weg sind. Inzwischen kenne ich schon viele von ihnen, und es werden jeden Tag mehr. </p>
<p class="bodytext">Die Gespräche fangen meist sehr &quot;einfach&quot; an, das heißt man muss sich erst einmal auf die Sprache verständigen. Nach den allgemeinen Redensarten werden die Unterhaltungen dann meist tiefer und oft auch sehr persönlich. Ich bin immer wieder erstaunt, was untereinander offen gelegt wird. Ich glaube, dass letztlich alle Beteiligten davon profitieren. Danach gibt es dann immer wieder die Gelegenheit auf den Strecken, wo ich alleine bin, das alles &quot;zu verdauen&quot;. </p>
<p class="bodytext">Euch allen wieder ganz herzliche Grüße, bis auf ein bisschen Muskelkater geht es mir sehr gut.</p>
<p class="bodytext">Manfred</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Besuch aus der Heimat</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Ein Kollege vom EMS begleitet Manfred Gieche für ein paar Tage</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo Ihr Lieben,<br /><br /> heute habe ich meinen zweiten Ruhetag eingelegt. Ich habe mein erstes großes Ziel erreicht: Le-Puy-en-Velay.<br /><br /> Bis dahin ist auf dem Weg noch reichlich Schweiß geflossen. Doch es waren schöne Tage. Besonders schön war die Zeit mit meinem ehemaligen Kollegen, Dieter Bullard-Werner, der mich fast eine Woche auf dem Weg begleitet hat. Wir hatten sehr viel Zeit miteinander, und obwohl ich früher sein Zimmernachbar war, habe ich viel Neues von ihm erfahren, wir haben viele persönliche Dinge ausgetauscht.<br /> <br />Dann war für mich sehr schön, dass es mit einem kurzen Treffen mit meiner ältesten Tochter und ihrer Familie geklappt hat.<br /><br />Jetzt habe ich den Zubringer nach Le-Puy erreicht, der eigentliche Jakobsweg geht ja erst von hier los (einer der Hauptwege). Ab jetzt werden auch sehr viel mehr Pilger unterwegs sein. Die Route bisher wird von circa 400 Pilgern pro Jahr gegangen, ab hier sollen es circa 17.000 sein! Ich bin sehr gespannt.<br /><br />Le-Puy ist schon seit langer, langer Zeit Treffpunkt der Pilger. Die Stadt wird heute von der Kathedrale, einer riesigen Marienstatue und der Saint-Michel Kirche überragt. Ich habe heute genügend Zeit, mir alles anzusehen.<br /><br />Ansonsten geht es mir gut, ich habe bisher noch keine größeren Probleme gehabt. Auch das Wetter ist besser geworden, und die Frage stellt sich: ist es besser bei Regen oder bei über 30 Grad zu wandern? Leicht bewölkt scheint das Beste zu sein.<br /><br />Gestern habe ich mir auch vorsichtshalber ein Paar neue Schuhe gekauft. Meine alten Wanderschuhe zeigen größere Abnutzungserscheinungen, und ich wollte auf dem weiteren Weg nicht ohne dastehen.<br /><br />Wie immer möchte ich mich bei allen bedanken, die mir Grüsse und gute Wünsche gesendet haben. Ich fühle mich mit allen sehr verbunden und muss auch viel an Euch alle denken.<br /><br /> Seid alle ganz herzlich gegrüßt,<br /><br /> Manfred</p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Freier Tag in Taizé</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>Manfred Gieche ist begeistert vom Engagement der jungen Christen in Taizé.</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo Ihr Lieben,<br /><br />heute ist nun mein freier Tag in Taizé - und ich genieße ihn sehr. Gestern sind Marcel und ich hier gut angekommen, doch unterwegs hat es mal wieder geregnet. Wir waren schon zum Mittagsgebet da, so konnten wir gleich auch meditativ ankommen. Taizé ist unheimlich gewachsen, und was mich am meisten überrascht sind die nach wie vor vielen, vielen jungen Leute. Ich habe wahrscheinlich den Altersdurchschnitt wahnsinnig nach oben getrieben.<br /><br />Der Ablauf in Taizé ist immer noch ähnlich dem, wie ich es auch von früher gewohnt bin. Drei Gebete am Tag, es wird in vielen Sprachen gesprochen und gebetet, die osteuropäischen Sprachen haben sehr zugenommen. Nach wie vor werden viele Lieder gesungen, viele sind mir noch bekannt, viele sind neu. Sie sind aber von der Melodie nicht schwer und gut singbar. <br /><br />Gestern war ich nachmittags in einer Gesprächsgruppe, ich bin sehr angetan, was junge Leute bewegt und welche Visionen sie haben. Wenn nur einiges davon umgesetzt wird, dann wird die Welt wieder ein Stückchen friedvoller werden - Ich bin sehr angetan. <br /><br />Heute reiste mein Schweizer Mitpilger wieder zurück in die Schweiz, ab morgen werde ich alleine unterwegs sein. Ich bin gespannt, was sich weiter ergeben wird. Heute war bei mir neben den Tagesgebeten umfassend Wäsche waschen angesagt, auch habe ich den Bart geschnitten, ich will ja schließlich in den weiteren Unterkünften aufgenommen werden. <br /><br />Dies fuer heute, ich bin am PC zeitbeschränkt und es warten schon wieder eine Menge Leute auf einen freien Platz, ich selbst musste auch über eine Stunde warten.<br /><br />Allen, die mir geschrieben haben, ganz herzlichen Dank. Einzelmails kann ich leider nicht schreiben, dazu fehlt hier die Möglichkeit.<br /><br />Ich grüsse Euch alle ganz herzlich</p>
<p class="bodytext"><br />Euer Manfred</p>]]></content:encoded>
			<category>Aktuelles</category>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Chagny in Sicht</title>
			<link>http://www.ems-online.org/</link>
			<description>20 bis 30 Kilometer täglich: Manfred Gieche gibt Gas</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Hallo, <br /><br />wieder einmal habe ich es zu einem PC mit Internet-Anschluss geschafft - doch der PC ist noch langsamer als der, den ich bei meiner ersten Nachricht nutzte.<br /><br />Doch nun die gute Nachricht: Ich komme sehr gut vorwärts und habe inzwischen Chagny erreicht. Wenn alles so gut weitergeht, werde ich am Donnerstag in Taizé sein. Dort will ich dann mindestens einen Tag Pause machen. Ich glaube, dass habe ich mir nun ein wenig verdient. Immer über 20 Kilometer täglich, es waren auch schon Tage mit über 30 Kilometer dabei. Bisher habe ich aber alles erstaunlich gut überstanden. Das Wetter könnte deutlich besser sein, ich bin inzwischen mehrmals bis auf die Haut nass geworden. Das geht auf zweierlei Arten: einmal der viele Regen, dann das Schwitzen!<br /><br />Jetzt will ich Euch mal berichten, wie so mein Tag abläuft: Zwischen sechs und halb sieben Uhr aufstehen, nach einer (Kurz-)Wäsche Frühstück, dann wird der Rucksack gepackt. So zwischen acht und neun Uhr ist dann der Aufbruch. Je nach Tagesstrecke sind dann ein bis zwei Pausen drin - unterwegs sind in der Regel keine Möglichkeiten zur Einkehr. Entsprechend sind Essen und Trinken mitzunehmen. Besonders das Trinken habe ich als wichtig erkennen müssen, ich schleppe jeden Tag zwei bis drei Liter Wasser mit mir. Zwischen 14:30 Uhr und 16:30 Uhr bin ich dann meistens am Ziel angelangt. Eine Unterkunft zu finden, ist nicht immer einfach: Ich habe schon von guten Hotels bis zu einfachsten Wohnwagen und Privatquartieren alles erlebt. Angekommen: erst einmal die Wanderschuhe aus - eine Wohltat! Dann unter die Dusche, anschließend ausführliche Fußpflege und -massage. Dann muss noch die Wäsche gewaschen werden, bevor Hinlegen angesagt ist. Das Abendessen fällt recht unterschiedlich aus, je nachdem, wo ich gerade bin. Einmal musste ich sogar selbst kochen.<br /><br />Seit einer Woche habe ich in Marcel einen Mitpilger. Er kommt aus der Schweiz, wir verstehen uns recht gut. Ich finde es gut, wie auf dem Weg viel Persönliches angesprochen und ausgetauscht wird. Meine Schwester, die die ersten zweieinhalb Wochen mitging, musste wegen Fußproblemen vor drei Tagen aufgeben - schade. Sie will versuchen später wiederzukommen.<br /><br />Euch allen ganz herzliche Grüße,</p>
<p class="bodytext">Manfred<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			
			
			<pubDate>01.01.70</pubDate>
			
		</item>
		
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