22. Tag

PROTESTANTISCH-INDONESISCHE KIRCHE IN LUWU UND CHRISTLICHE KIRCHE VON SÜDSULAWESI

PORTRÄT

Die indonesische Luwu-Kirche mit ihren circa 12.000 Mitgliedern hat in rund 100 Gemeinden nur zehn aktive Pfarrer. Viele Gemeinden sind nur zu Fuß zu erreichen. Sie haben in den 50er und 60er Jahren schwierige Zeiten erlebt: In ihrem angestammten Gebiet operierte eine islamische Unabhängigkeitsbewegung, sodass sie in abgelegene Gebiete zerstreut worden sind. Dort sind sie aber auch in den Strudel der politischen und religiösen Auseinandersetzungen im indonesischen Inselreich geraten. Die Gemeindeglieder sind überwiegend Kleinbauern und Tagelöhner. Deshalb legt die GPIL großen Wert auf Bildungsprogramme, Sonntagsschulen und andere Gemeinschaftserfahrungen. Diese Dienste mussten in den schwierigen Zeiten aber eher im Verborgenen angeboten werden. Die Mitarbeit in der EMS-Gemeinschaft ist für die Luwu-Kirche sehr wichtig. Hier bietet sich ihr eine der wenigen Möglichkeiten, ihren ökumenischen Horizont durch die praktische Zusammenarbeit mit anderen Kirchen zu erweitern. Etwa 6.000 Gemeindeglieder gehören zur Christlichen Kirche von Südsulawesi (GKSS). Die meisten sind Bäuerinnen und Bauern, die als kleine Gemeinden inmitten einer großen muslimischen Mehrheit leben. Die heutige GKSS begann im 19. Jahrhundert als Bestandteil der niederländischen Beamtenkirche. Sie wurde 1949 selbstständig. Bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zählte die GKSS rund 10.000 Mitglieder. 1952 war sie durch zwei Verfolgungswellen auf 600 Mitglieder geschrumpft. Ein erneutes Anwachsen auf 6.000 Mitglieder mag gering erscheinen, doch bereits dies verlangte den Christinnen und Christen Mut ab.

UNSER ANLIEGEN FÜR 2012

Die zunehmende Radikalisierung des Islam in Südsulawesi verbreitet Unsicherheit und Sorge in der GPIL und der GKSS. Die Kirchen sind noch stärker als bisher aufgefordert, den muslimischen Nachbarn in Dialogprogrammen zu begegnen. Sie bemühen sich gemeinsam mit muslimischen Vertretern um Gespräche mit der Regierung, um ein gutes Zusammenleben der Religionsgemeinschaften auch in Zukunft sicher zu stellen.

GEBET

Gemeinsam mit unseren Glaubensgeschwistern in Indonesien beten wir: Herr, unser Gott, wir bekennen, dass du der Schöpfer und Bewahrer aller Menschen bist. Wir rufen dich an in dieser Zeit der Not und bitten um deinen Beistand. Lass uns als kleine Minderheit nicht den Mut verlieren als deine Kirche zu leben. Wir danken dir für alle Bewahrung in schweren Zeiten und bitten dich, du mögest unsere Zuversicht erhalten, mit der wir uns um den Dienst an den Ärmsten der Armen bemühen. Amen.

EMS-Festjahr 2012

Termine

20.06.2012, Höchst/Odenwald
Tagung des provisorischen EMS-Missionsrats

Veranstaltung zum "EMS-Festjahr 2012" mehr

23.06.2012, Frankfurt/Main
EMS-„Tag der Begegnung“

Für Freunde, Förderer und EMS-Aktive . Mit Beiträgen von Pfarrer Dr. Habib Badr (Libanon), Kirchenpräsident Lennox Mcubusi (Südafrika), Bischof Wayan Sudira (Bali/Indonesien), Pfarrer SHIN Seung-Min (Korea) und weiteren EMS-Vertreterinnen und ... mehr

01.07.2012, Bad Sebastiansweiler
Missionsfest Basler Mission Deutscher Zweig

Thema: Gesundheitsarbeit in Afrika am Beispiel Ghanas mehr