Aktuelles
16.01.12 | Aktuelles
Partnerkirche von BMDZ/EMS von Gewalt in Nigeria betroffen
Aktuelle Berichte zur angespannten Lage, Aufruf zur Fürbitte, Hintergrundinformationen
Die Situation in dem westafrikanischen Land bleibt angespannt. Eine ehemalige ökumenische Mitarbeiterin, ein Mitglied der nigerianischen Partnerkirche „Kirche der Geschwister in Nigeria“ (EYN) und der Programmverantwortliche von mission 21 berichten über die aktuelle Lage.
Wir rufen auf zur Fürbitte und zu Spenden
BMDZ-Spendenkonto: Evangelische Kreditgenossenschaft eG,
BLZ 520 604 10
Konto 1180 (IBAN: DE85520604100000001180, BIC: GENODEF1EK1) Verwendungszweck: Nigeria
Für Rückfragen steht unser Afrika-Verbindungsreferent Riley Edwards-Raudonat gern zur Verfügung: Tel.: +49 711 636 78 -14,
E-Mail: edwards-raudonat@ems-online.org.
Gewalt in Nordnigeria trifft Partnerkirche von BMDZ und EMS
Stuttgart. Seit den Weihnachtstagen wird der Nordosten Nigerias von einer Welle schwerer Gewalt erschüttert: Die radikal-islamische Bewegung "Boko Haram" hat mehrere Anschläge auf Kirchen und Menschenansammlungen verübt und löst weiterhin große Angst und Schrecken aus. Direkt von den Unruhen betroffen ist auch die Kirche der Geschwister in Nigeria (EYN), Partnerkirche von BMDZ (Basler Mission Deutscher Zweig), EMS (Evangelische Mission in Solidarität, früher Evangelisches Missionswerk in Südwestdeutschland), sowie von mission 21 (Schweiz).
Kirchenmitglieder aus der Stadt Mubi, die im Kerngebiet der EYN liegt, und aus umliegenden Orten berichten in Telefonaten von Erschießungen auf offener Straße und von gerade noch entschärften Bomben, die vor Kirchen gefunden worden sind. Sie erzählen davon, dass sie die Weihnachtstage voller Angst zuhause verbracht haben und kaum Gottesdienste möglich waren. Mittlerweile befinden sich viele Stadtbewohner auf der Flucht und hoffen, bei den Verwandten in den Dörfern wenigstens eine gewisse Sicherheit zu finden. "Wir alle fliehen voller Angst, egal von welchem Stamm und welcher Religionszugehörigkeit", berichtet Markus Gamache, ein Mitglied der EYN.
Dem staatlichen Sicherheitsapparat gelingt es nicht, die für die Terrorakte Verantwortlichen zu fassen oder die Lage zu beruhigen. Die aktuelle Situation macht deutlich, was auch bei früheren Krisen im Land zu beobachten war, dass die öffentlichen Strukturen in Nigeria nicht handlungsfähig sind. In diesem Vakuum hat sich der radikale Islamismus in den letzten Jahren eine zunehmende Machtbasis aufgebaut, die letztlich auf der Verzweiflung der völlig verarmten Bevölkerung beruht. Jetzt entlädt sie sich gewaltsam und grausam vor allem auf dem Rücken der Christen.
Boko Haram kämpft für einen theokratischen Staat nach dem Vorbild der Taliban. „Boko Haram" bedeutet übersetzt "(Westliche) Bildung ist verboten bzw. ist Sünde". "Boko" leitet sich ab vom englischen "book" (Buch) und steht für westlichen Lebensstil; "haram" ist vom arabischen Wort für "Sünde“ bzw. „verboten" abgeleitet.
Christine Gühne, ehemalige Ökumenische Mitarbeiterin von mission21 in Nordnigeria (Mubi) 2007-2010
Fürbitte für Nigeria
Jesus Christus, du bist das Haupt aller Kirchen und Gemeinden in der Einen Welt. Wir danken dir für das Zeugnis der Christinnen und Christen aus dem Ausland bei uns, für alle, die ihren christlichen Glauben leben in verschiedenen Kulturen, in vielen verschiedenen Sprachen und Konfessionen. Schenk uns deinen Geist, schenke uns Verbundenheit.
Besonders bitten wir dich für die Flüchtlinge, die Schutz suchen und für alle, die wegen ihres Glaubens bedrängt und bedroht werden. Wir bitten dich, mache uns zu Werkzeugen deines Friedens in unserer Gesellschaft. Heiliger Geist, du stärkst und tröstet deine Gemeinde und die Glaubenden.
Heute bitten wir dich besonders für die Christen im Norden von Nigeria und im Süden des Sudan und in Syrien. Beschütze und stärke sie, wehre denen, die ihnen Gewalt tun, stärke uns im Gebet und in der tatkräftigen Hilfe für christliche Minderheiten überall auf der Welt, mache uns zu Werkzeugen deines Friedens in der Einen Welt.
Susanne Labsch, Mitglied im prov. Missionsrat der EMS (Evangelische Mission in Solidarität), Leiterin Referat Mission und Ökumene im Evangelischen Oberkirchenrat der Badischen Landeskirche, Karlsruhe
Downloads und Links
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Dateien:
- Medienmitteilung (mission 21)
- Augenzeugenbericht von Markus Gamache, Mitglied der nigerianischen Partnerkirche „Kirche der Geschwister in Nigeria“ (EYN)
- Situationsanalyse von Jochen Kirsch, Programmverantwortlicher für Nigeria von mission 21
- Epiphanias-Predigt von Pfarrer Riley Edwards-Raudonat zu Nigeria
- mission 21/medien
- Nigeria kommt nicht zur Ruhe



