Suchbegriff eingeben :
Kontakt / Impressum Kontakt / Impressum
english version english version
EMS weltweit
 
 
 
 

››› EMS-Fokus 2009-2012

 

Religionen

In Südkorea war bis 1392 der Buddhismus Staatsreligion, danach der Konfuzianismus die prägende Lebensphilosophie. Daneben ist der koreanische Schamanismus wichtiges Gesellschaftselement. 1784 kam erstmals das Christentum ins Land, im 20. Jahrhundert setzte ein starkes Kirchenwachstum ein. Heute sind rund ein Viertel aller Koreaner Christen, 36 Prozent Buddhisten, daneben gibt es Anhänger von Konfuzius und schamanistischer Religion sowie viele Konfessionslose.

Christentum
Rund ein Viertel der Bevölkerung sind Christen. Die protestantischen Kirchen sind in zirka 160 Denominationen zersplittert und machen 18,6 Prozent der Bevölkerung aus. Einige haben mehr als eine Million Mitglieder, andere nur einige Hundert. In den größeren Denominationen wie der Presbyterianischen Kirche von Korea (PCK) gibt es Gemeinden mit 20.000, aber auch viele mit 20 bis 30 Mitgliedern. Die PCK hat zwei Millionen Mitglieder in 5400 Gemeinden. Die Presbyterianische Kirche in der Republik Korea (PROK) mit 350.000 Mitgliedern in 1400 Gemeinden ist ökumenisch und sozial orientiert. PCK und PROK, die Methodisten und vier kleine Denominationen gehören zum Nationalen Kirchenrat (NCCK). 1996 ist die konservativ-charismatische Full-Gospel-Church dazu gekommen. Die Katholische Kirche mit rund 6 Prozent der Bevölkerung ist stark sozial engagiert.
Kirchengemeinden sind Personalgemeinden. Sie sammeln sich um einen Pfarrer. Die presbyterianischen Gemeinden sind autonom. Kirchenleitungen sind nur eine Koordinationsstelle und keine hierarchische Spitze. Der leitende Gemeindepfarrer hat größte Autorität und Weisungsbefugnis gegenüber Hilfspfarrerinnen und Pfarrerrn und Evangelisten.
Alle genannten Denominationen sind mehr oder weniger in der weltweiten Ökumene vertreten. Sie sind Mitglieder in der Christian Conference of Asia, im Reformierten Weltbund und im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). Um die Ökumene vor Ort ist es schlechter bestellt.

Finanzen und Kirchenwachstum
Jedes Kirchenmitglied gibt 10 Prozent des Nettoeinkommens an die eigene Gemeinde, und spendet neben der Sonntagskollekte für Projekte. Die großen Gemeinden haben ein ungeheures finanzielles Potential, zahlen die Gehälter der Pfarrer, unterhalten Tagungs- und Gebetszentren und sind diakonisch aktiv. Die kleinen Gemeinden in den Armenvierteln können sich nur schwer über Wasser halten. In den letzten Jahrzehnten war das Kirchenwachstum erstaunlich. Von 1985 bis 1992 ist die Zahl der evangelischen Christen von 16,3 Prozent auf 18,6 Prozent gestiegen, die der Katholiken von 4,8 Prozent auf 5,7 Prozent. Im Zug der Industrialisierung und Landflucht wurden Familien auseinandergerissen. Gemeinden wurden zur Ersatzfamilie. Doch ist das absolute Kirchenwachstum an ein Ende gekommen. Verändertes Freizeitverhalten Jüngerer, Kritik an der rigiden Moralität und am Finanzgebaren tragen dazu bei. Diakonie als Auftrag der Kirchen ist derzeit in die Diskussion gekommen und wird das Stichwort der Kirchen für die kommenden Jahre sein.

Das Jahresprojekt 2010 Frieden Leben Lernen – 150 Jahre Schneller-Schulen in Nahost ist beispielhaft für eine langfristige und erfolgreiche Unterstützung. Die beiden Schneller-Schulen in Jordanien und im Libanon sind bis heute Vorreiter einer modernen, ganzheitlichen Pädagogik, die friedliches Zusammenleben fördert. Den Grundstein legte 1860 der württembergische Pietist Johann Ludwig Schneller in Jerusalem. Zum Jubiläum ist auch Ihr Friedenswunsch an die Kinder gefragt. Machen Sie mit bei unserer Postkartenaktion!
››› mehr
Shop / Medien Shop / Medien
e-Cards eCards verschicken
Presse Presse
Links Stellenmarkt Sitemap