Politik und Gesellschaft
Nach mythologischer Vorstellung wurde Korea im Jahre 2333 vor Christus durch den Göttersohn Tangun gegründet. Verschiedene Königreiche und Dynastien haben das Land geprägt und historische Schätze hinterlassen: Zu nennen ist vor allem die Hauptstadt des Silla-Reiches im Südosten, Kyongju. Die Koryo-Dynastie von 918 bis 1392 brachte den Buddhismus auf die Halbinsel, die nachfolgende YI-Dynastie von 1392 bis 1910 den heute noch vorherrschenden Konfuzianismus.
Zwischen 1905 und 1945 war Korea japanisch besetzt, eine Leidenszeit für die Halbinsel. Nach 1945 regierten Militärdiktaturen. Erst 1993 fand die erste demokratische Wahl eines Präsidenten statt. Politische Gefangene gibt es jedoch auch heute noch.
Durch den Koreakrieg von 1950 bis 1953 kam es zur Teilung der Halbinsel in zwei Staaten mit einer bis heute unüberwindlichen Grenze ohne Telefon- und Postkontakt.
Wirtschaft
Im Westen der Halbinsel wie auch an der Südostküste um Pusan liegen die großen Industriezentren des Landes. Südkorea erlebte ab den 60er Jahren einen rasanten Wirtschaftsaufschwung. Die Regierung setzte auf exportorientierte Industrialisierung, zunächst Stahl- und Autoindustrie, heute vor allem Mikroelektronik. Bekannte Namen sind Hyundai und Daewoo. Dabei wurden die Löhne niedrig gehalten und Gewerkschaften ausgeschaltet. Das Bruttoinlandsprodukt stieg in drei Jahrzehnten um das Hundertfache. Ende der 90er Jahre kam es zu einer Wirtschaftskrise.
Rund 3000 Inseln rund um die lange Küste der Halbinsel machen lokal die Fischerei und zunehmend den Tourismus zu nennenswerten Wirtschaftszweigen. Der Westen wird intensiv durch Landwirtschaft genutzt.




