Suchbegriff eingeben :
Kontakt / Impressum Kontakt / Impressum
english version english version
EMS weltweit
 
 
 

Religionen

Die chinesische Regierung erkennt heute fünf Religionen an: Buddhismus, Daoismus, Islam, Katholizismus und Protestantismus. Außerhalb dieser Anerkennung stehen Volksreligionen, die in China eine lange Tradition haben.Neben den genannten Religionen ist in China die Ethiklehre des Konfuzius von Bedeutung.

Konfuzianismus
Diese Ethiklehre wird dem Philosophen Konfuzius, der um 371 bis 289 vor Christus gelebt hat, zugeschrieben. Ihr Ziel ist die Ordnung und Stabilisierung der menschlichen Gesellschaft. Diese Ordnung wird reguliert von den Prinzipien der Harmonie, Hierarchie und der Orientierung an der Vergangenheit bei der Lösung anstehender Probleme.

Daoismus
In der daoistischen Philosophie finden sich Elemente von Nonkonformismus, Naturverbundenheit und Relativierung von Leben und Tod. Sie entstand als Gegenströmung zum Konfuzianismus und lebt stark von mystischer Tradition, Magie und Alchemie. Hauptwerke sind das "Daodejing" von Laozi und das "Zhuangzi" von Meister Zhuang.

Buddhismus
Der Buddhismus hat die chinesische Kultur 2.000 Jahre lang mitgeprägt. Über Handelswege kam er von Indien nach China. Drei Haupttypen sind in China verbreitet. Die Mahayana-Tradition und der Tibetische Buddhismus sind in ganz China zu finden, der Theravada-Buddhismus vor allem im Südwesten des Landes.

Islam
Der Islam erreichte China vor über 1.000 Jahren. Heute wird mit vielen Millionen Muslimen im Land gerechnet, vor allem unter den nationalen Minderheiten im Nordwesten des Landes.

Volksreligiosität
Es gibt sehr viele und unterschiedliche Formen. Sie vereinen oft Bestandteile der drei Traditionen Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus, oft kombiniert mit Schamanismus, Geomantik und Wahrsagerei.

Christentum
Nach kurzen früheren Episoden (Nestorianer im 7. Jahrhundert) begann die "Chinamission" im 16. Jahrhundert. Neue Ansätze gab es nach der erzwungenen Öffnung Chinas in der Folge des Opiumkriegs 1842. 1949 übernahm die Kommunistische Partei die Macht im Land und wies 1951 alle westlichen Missionare aus dem Land. Die evangelischen Gemeinden organisierten sich in der sogenannten "Drei-Selbst-Bewegung" (Selbsterhaltung, Selbstverwaltung, Selbstausbreitung). Auf katholischer Seite wurde 1957 die "Patriotische Vereinigung der Chinesischen Katholischen Kirche" gegründet. Pfarrer und Gemeindeglieder haben, wie alle Chinesen, in der Zeit der "Großen Proletarischen Kulturrevolution" (1966 bis 1976) sehr gelitten. Ende der 70er Jahre konnten Christen ihren Glauben wieder öffentlich machen. 1979 wurden die ersten Kirchen wiedereröffnet, 1980 kam es zur Gründung des Chinesischen Christenrats (CCC) als offizieller Vertretung aller evangelischen Christen im Land. Die offizielle katholische Vereinigung hält eine gewisse Distanz zum Vatikan.

Heute ist mit ein bis zwei Prozent der Anteil von Christen an der Gesamtbevölkerung zwar gering, das entspricht jedoch rund 13 Millionen getauften Protestanten und zwischen fünf und zehn Millionen Katholiken.

Mit dem Jahresprojekt 2008 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
››› lesen Sie mehr
Shop / Weltladen / Medien Shop / Medien
Newsletter / Gaestebuch Newsletter
e-Cards eCards verschicken
Presse Presse
Links Stellenmarkt Sitemap