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Das EMS
 
 
 
 

››› EMS-Fokus 2009-2012

 

Geschichte des EMS

Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) ist eines von neun regionalen kirchlichen Missionswerken in Deutschland und wurde 1972 als Gemeinschaftswerk gegründet. Ziel war, Mission und Kirche wieder zu vereinen. Die Missionsarbeit wurde im 18. und 19. Jahrhundert und noch weit in das 20. Jahrhundert hinein von Gesellschaften und Vereinen getragen. In Übersee waren daraus längst selbständige Kirchen erwachsen, die nun Beziehungen zu einem kirchlichen Gegenüber wünschten. Deshalb wurde der Internationale Missionsrat 1961 auf einer gemeinsamen Konferenz in Neu Delhi in den Ökumenischen Rat der Kirchen integriert. Hervorgegangen aus der "Südwestdeutschen Arbeitsgemeinschaft für Weltmission" schlossen sich 1972 die zehn EMS-Mitgliedskirchen und -gesellschaften in einem eingetragenen Verein zusammen, um mit diesem Gemeinschaftswerk weltweite Partnerbeziehungen zu gestalten und im südwestdeutschen Horizont ökumenisch-missionarische Impulse zu geben.

Zunächst wurden die Beziehungen weiterhin bilateral gepflegt. Doch wurde mit der Gründung des Gemeinschaftswerks ein neuer Lernprozess eingeleitet um die Kooperation untereinander zu erproben und zu vertiefen. Heute versteht sich das EMS als Forum für gelebte Ökumene, das schon eine kleine eigene Geschichte des Zusammenwachsens aufweist. 1983 kamen erstmals alle Partner und Mitglieder zu einer gemeinsamen Konsultation in Bad Boll zusammen. Ein weiterer Meilenstein der Entwicklung zu einem Gemeinschaftswerk von Mitgliedern und Partnern war das "Forum in Jerusalem" im Jahr 1991, zum dem der anglikanische Bischof Samir Kafity eingeladen hatte. 1994 beschloss die Synode des EMS, die Exekutive des Werks zu internationalisieren. Seither nehmen alle Partner und Mitglieder die Leitungsaufgabe im internationalen Missionsrat gleichermaßen wahr. Der Missionsrat trat im Oktober 1995 erstmals zusammen. Er tagte vier Jahre lang zweimal jährlich. Nach der geglückten Einarbeitungsphase wurden die Sitzungstätigkeit auf eine Sitzung jährlich reduziert. Mit dieser Entwicklung wurde ein lang angestrebtes Ziel erreicht. Aus einem Zweibahnverkehr zwischen Europa und einzelnen Partnerkirchen wurde ein Runder Tisch.

Das Jahresprojekt 2010 Frieden Leben Lernen – 150 Jahre Schneller-Schulen in Nahost ist beispielhaft für eine langfristige und erfolgreiche Unterstützung. Die beiden Schneller-Schulen in Jordanien und im Libanon sind bis heute Vorreiter einer modernen, ganzheitlichen Pädagogik, die friedliches Zusammenleben fördert. Den Grundstein legte 1860 der württembergische Pietist Johann Ludwig Schneller in Jerusalem. Zum Jubiläum ist auch Ihr Friedenswunsch an die Kinder gefragt. Machen Sie mit bei unserer Postkartenaktion!
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