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Internationales Netzwerk von Frauen

Frauen tragen in den Mitglieds- und Partnerkirchen entscheidend zum Gemeindeleben bei, indem sie zahlreiche diakonische und seelsorgerliche Aufgaben wahrnehmen. Dennoch sind sie nach wie vor benachteiligt. Nur wenige haben in den kirchlichen Hierarchien Leitungspositionen inne. Obwohl Frauen häufig Armut und Gewalt ausgesetzt sind, entwickeln sie unglaubliche Stärken und Fähigkeiten. Daher brauchen Frauen aus dem Süden und Norden Begegnungen, um voneinander zu lernen und sich auszutauschen. Deshalb fördert die Stabsstelle Frauen und Gender gegenseitige Besuche und internationale Vernetzungen unter Frauen aus den 27 EMS-Kirchen und Missionsgesellschaften in Afrika, Asien, Europa und dem Nahem Osten. Wichtiger Bestandteil der Netzwerkarbeit sind Frauenkonsultationen. Die erste fand vom 1995 in Lutenganio, Tansania statt, die zweite vom 1998 in Bangalore, Indien. Im Folgenden finden Sie Informationen zur dritten Konsultation, die 2002 im Libanon stattfand:
Der Libanon war Ende April Ziel einer Reise von knapp 40 Frauen aus acht Ländern Afrikas, Asiens und Europas. Sie besuchten vom 20. April bis 1. Mai 2002 eine internationale Frauenkonsultation des EMS. Gastgebende Kirche war die National Evangelical Church in Beirut.

Weitere Informationen
Ein EMS-Informationsbrief zur Umsetzung der Empfehlungen der Frauenkonsultation erschien im Juni 2003 und kann im EMS bestellt werden.Im Mai 2004 fand in Neuendettelsau zum ersten Mal eine von den Frauenreferaten der deutschen Missionswerke organisierte internationale Frauenkonsultation statt. Es kamen Frauen aus 24 Kirchen und 16 verschiedenen Ländern zusammen, um sich miteinander über das Thema: „Wann fördert Tradition Heilung und wann verhindert sie Heilung?“ auszutauschen. Weitere Informationen zu den Abschlussempfehlungen erhalten Sie bei Karin Bräuer vom Evangelischen Missionswerk in Deutschland (EMW).

Kooperationen
Die Stabsstelle Frauen und Gender kooperiert eng mit anderen Organisationen, die sich für Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. So bestehen beispielsweise enge Verbindungen zum Fraueninformationszentrum (FIZ) in Stuttgart.

Im Rahmen der weltweiten Dekade zur Überwindung von Gewalt (2001 bis 2010) ist eine dreijährige internationale Projektstelle zur „Überwindung häuslicher Gewalt“ bei Brot für die Welt eingerichtet. In Kooperation zwischen Brot für die Welt und dem EMS wird zur Zeit ein internationaler Workshop zu diesem Thema mit primär afrikanischen Teilnehmenden in Kamerun für den März 2005 vorbereitet.

Mit dem Jahresprojekt 2008/2009 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
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