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"comfort women" - Zwangsprostituierte der japanischen Armee 1933 bis 1945

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Tausende von Frauen verschleppt. Sie mussten japanischen Soldaten an allen Kriegsfronten zwangsweise als Prostituierte dienen. Schätzungen belaufen sich auf rund 200.000 missbrauchte Frauen. Rund 80 Prozent waren Koreanerinnen, andere kamen aus Taiwan, China oder den Philippinen. In Indonesien wurden Asiatinnen und Niederländerinnen entführt. Wenige Betroffene leben noch.  

1991 brachen drei mutige Koreanerinnen ihr Schweigen und berichteten öffentlich von dem Missbrauch. Inzwischen haben sich ihnen viele Überlebende angeschlossen. Sie fordern eine Entschuldigung der japanischen Regierung und eine Entschädigung. Bis heute äußert sich Japan nicht offiziell. Im Dezember 2000 hat ein großes Tribunal in Tokio hat erneut auf das Schicksal dieser Frauen aufmerksam gemacht. Die wenigen noch Lebenden hoffen auf eine Reaktion des japanischen Staates. Das Evangelische Missionswerk in Südwestdeutschland (EMS) hat seine Solidarität durch Entsendung von zwei Delegierten nach Tokio ausgedrückt. ausgedrückt. Das EMS arbeitet eng zusammen mit dem "Korean Council for the Women Drafted for Military Sexual Slavery by Japan", einer koreanischen Frauenorganisation, in der Überlebende mitarbeiten. Bis 2005 soll in Seoul ein Museum entstehen, das über die Ereignisse im Pazifik-Krieg informiert und ein Erinnerungsort gegen Gewalt werden soll. Lesen Sie mehr



Frau HWANG Gum-Ju bei der 600. Mittwochsdemonstration, 2004. Foto: Korean Council

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Mit dem Jahresprojekt 2008 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
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