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Politik und Gesellschaft

Geschichte des Nahostkonflikts

Oktober 2004: Das israelische Parlament billigt die umstrittenen Gaza-Rückzugspläne von Ministerpräsident Ariel Scharon.
Juli 2004: Der Internationale Gerichtshof in Den Haag erklärt Israels Sperrzaun durch palästinensisches Gebiet für rechtswidrig.
2003
: Im Juni 2003 einigten sich die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) und Israel auf den Friedensplan »Road Map«, erarbeitet von der UNO, der EU, Russland und den USA. Bis 2005 sollte ein Palästinenserstaat geschaffen werden, dafür sollten die Palästinenser die Gewalt stoppen und Israel seine Besatzungspolitik beenden. Nach Attentaten und Angriffen kommen aber die Verhandlungen zum Stillstand.
2000:
Das Ringen um einen palästinensischen Staat hält ebenso an wie der ungebremste Bau von israelischen Siedlungen auf palästinensischem Gebiet. Nach 22-jähriger Besetzung zieht sich die israelische Armee aus der sogenannten 'Sicherheitszone' im Südlibanon zurück.
1999: Wahl von Ehud Barak zum Ministerpräsidenten, neue Initiativen im Friedensprozess
1998: Abkommen von Wye über den Abzug weiterer israelischen Besatzungstruppen aus dem Westjordanland.
1996: Die neue Likud-geführte Regierung von Netanjahu behindert den Fortgang der Verhandlungen.
1995: Oslo-II-Abkommen: Die wichtigsten palästinensischen Städte der Westbank werden autonom. November: Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin durch einen jüdischen Extremisten.
1993: Gaza-Jericho-Abkommen über Teilautonomie in Gaza und Jericho.
1991: Beginn des Friedensprozesses in Madrid. Israelis und Palästinenser verhandeln erstmals.
1988: Ausrufung eines Palästinensischen Staates in den Grenzen des Teilungsplanes und unter Anerkennung der UN-Resolutionen durch den Nationalrat in Algier.
1987: Im Dezember beginnt die Intifada, ein Volksaufstand der palästinensischen Bevölkerung gegen die Besatzung.
1982: Israelische Libanon-Invasion, um die PLO zu zerschlagen. Massaker in den Palästinenser-Lagern Sabra und Chatila.
1978: Verhandlungen und Verträge von Camp David.
1973: Oktoberkrieg zwischen Israel und Ägypten.
1967: Sechstage-Krieg zwischen Israel und den arabischen Staaten.
1964: Gründung der Palästinensischen Befreiungs-Organisation (PLO).
1949: Abschluss von Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und Ägypten, dem Libanon, Jordanien und Syrien. Nach dem Waffenstillstand kontrollierte Israel nicht nur die im Teilungsplan vorgesehenen 56 Prozent des ehemaligen Mandatsgebietes, sondern 77 Prozent.
1948: Proklamation des Staates Israel, Abzug der letzten britischen Truppen aus Palästina, Invasion der arabischen Armeen.
1947:Großbritannien trägt das Palästina-Problem vor die UNO. Die Vereinten Nationen stimmen für die Teilung Palästinas in je einen jüdischen und arabischen Staat. Beginn von Kampfhandlungen zwischen palästinensischen Arabern und Juden. Während des Krieges flüchteten Hunderttausende Palästinenser in die umliegenden arabischen Staaten.
1920: Friedenskonferenz von San Remo überträgt Großbritannien das Palästina-Mandat.
1917: Balfour-Deklaration: Sympathie-Adresse der britischen Regierung zugunsten der zionistischen Bestrebungen.
1882: Erste jüdische Einwanderungswelle aus Russland nach Palästina.

Mit dem Jahresprojekt 2008 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
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