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Daten

Bevölkerung und Fläche: Der Libanon erstreckt sich über eine Fläche von 10.400 Quadratkilometern. Er ist damit lediglich halb so groß wie Hessen und das kleinste Land des Nahen Ostens. Der Libanon hat zirka 3,7 Millionen Einwohner. Davon leben rund 87 Prozent in den Städten. Allein Beirut hat mehr als 1,1 Millionen Einwohner.

Geografie: Der Libanon ist in zwei Ebenen und zwei Gebirge gegliedert. Im Westen befindet sich die schmale Küstenebene, über die sich das Libanongebirge mit bis zu 3038 Metern erhebt. Daran schließt sich im Osten die Bekaa an, eine Hochebene zirka 900 Metern über dem Meeresspiegel. Sie ist der nördliche Teil des syro-afrikanischen Grabenbruchs, der sich im Jordantal und im Roten Meer fortsetzt. Der Libanon ist aufgrund seines Karstgebirges sehr reich an Wasser, auch wenn diese Ressourcen noch nicht vollständig genutzt werden. Durch die fruchtbaren Böden und die unterschiedlichen Klimazonen ist der Anbau einer großen Vielfalt von Agrarprodukten möglich. Es gibt fast das ganze Jahr hindurch frisches Obst und Gemüse

Klima: Das Klima in der Küstenebene ist geprägt durch milde, regenreiche Winter und heiße, schwüle Sommer. Im Gebirge kommt es im Winter zu Schneefällen, und der Libanon bietet in mehreren Skigebieten ausgezeichnete Wintersportmöglichkeiten. Skifahren mit Blick auf das Mittelmeer, in dem man am gleichen Tag noch schwimmen kann! In der Bekaa sind die Winter kälter und die Sommer heißer, was sich aber wegen der niedrigeren Luftfeuchtigkeit meist leichter ertragen lässt als die Schwüle an der Küste.

Wirtschaft: Das wirtschaftliche Überleben des Libanon und der vergleichsweise hohe Lebensstandard einer großen Gruppe ist nicht nur durch die sprichwörtliche Begabtheit der Libanesen im Handel, sondern vor allem durch den konstanten Kapitalzufluss aus der großen libanesischen Diaspora zu erklären. Ungefähr doppelt soviel Libanesen wie im Libanon leben im Ausland, unter anderem in Brasilien, den USA und Kanada und in verschiedenen Staaten Afrikas. Dennoch gibt es eine wachsende Zahl von Menschen, die unter der Armutsgrenze leben. Angaben über die Arbeitslosigkeit schwanken zwischen 18 und 25 Prozent. Die heutige wirtschaftliche Schwäche des Libanon ist maßgeblich bedingt durch den Bürgerkrieg, der von 1975 bis 1990 im Libanon wütete. Ein anfänglich beachtliches Wirtschaftswachstum in den Jahren 1991 bis 1995 knickte nicht zuletzt in Folge der israelischen Militäraktion im April 1996 ein. Heute beträgt das jährliche Wachstum zirka drei Prozent. Es ist den Verantwortlichen aber gelungen, die Inflation einzudämmen. Das libanesische Pfund ist allen Befürchtungen zum Trotz in den vergangenen Jahren konstant geblieben und hat unter anderem durch eine Koppelung an den US-Dollar an Wert gewonnen.

Mit dem Jahresprojekt 2008/2009 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
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