Politik und Gesellschaft
Die Geschichte des modernen Jordanien begann 1921. Mit Zustimmung der britischen Mandatsmacht gründete Emir Abdullah, der Urgroßvater von König Abdallah, das Emirat Jordanien. 1951 ging die Krone an seinen ältesten Sohn Talal, der aber bald erkrankte. Deshalb wurde die Krone am 11. August 1952 seinem erst 17 Jahre alten Sohn Amir Hussein übertragen. Kurz vor seinem Tod im Jahre 1999 bestimmte König Hussein Prinz Abdallah als Nachfolger.
Die Wurzeln des modernen Haschemitischen Königreiches sind weit in der Vergangenheit zu suchen. Die Dynastie der Haschemiten ist nach dem Urgroßvater des Propheten Mohammed benannt.
Seit 1952 ist Jordanien parlamentarische Monarchie. Der König ist der oberste Repräsentant in Außen- und Innenpolitik. Gleichzeitig gilt er als oberster Repräsentant des Islam in Jordanien. Deshalb kann ein christlicher Bürger nicht Provinzgouverneur werden, die in ihren Regionen den König vertreten. Die richterliche Gewalt ist unabhängig. Die Rechtsprechung gründet sich auf das islamische Rechtsverständnis, wobei Jordanien jedoch einen Schutz für die christliche Minderheit und für die ethnische muslimische Minorität der Tscherkessen eingebaut hat. Für die Christen sind im Parlament mit 80 Abgeordneten neun Sitze reserviert, für Beduinen sechs und vier für Tscherkessen.
1988 verzichtete König Hussein auf die Westbank. Sie war 1950 an das Haschemitische Königreich angeschlossen, von Israel jedoch im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt worden.




