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Daten

Bevölkerung und Fläche: Das Haschemitische Königreich Jordanien hat eine Fläche von 97.740 Quadratkilomentern.
Die Einwohnerzahl beträgt 5,9 Millionen. Davon leben zwei Millionen in der Hauptstadt Amman. Die Bevölkerung besteht zu 99 Prozent aus Arabern, davon etwa 50 Prozent palästinensischer Abstammung. Der Rest setzt sich zusammen aus Tscherkessen, Armeniern, Türken und Kurden.

Geografie: Mehr als vier Fünftel des Landes sind Wüste oder Halbwüste - allerdings viel weniger eintönig, als das Wort Wüste nahe legt. Im Westen findet sich eine der wenigen einmaligen Landschaften der Welt: der große Grabenbruch, dessen Talsohle 200 bis 400 Meter unter dem Meeresspiegel liegt. Durch dieses Tal fließt der Jordan, der in das Tote Meer mündet. Die Nebenflüsse des Jordan machen aus diesem Landstrich ein fruchtbares Acker- und Gartenland. Sonst ist das Land überwiegend trocken, mit wenigen grünen Oasen in einer Wildnis von Sträuchern und Sand. Das mediterrane Klima sorgt für milde Winter von Oktober bis Ende April und für eine warme, sonnige Sommersaison mit angenehm kühlen Nächten.

Wirtschaft: Der Wüstenstaat Jordanien ist erstaunlicherweise ein Agrarland. Jordanien exportiert Gemüse und Früchte vor allem in arabische Länder. Die Bauern wirtschaften in kleinen Familienbetrieben. Der Staat hat im Zuge des Bevölkerungswachstums Anstrengungen unternommen, Industrie wie Zement-, Textil- und Zigarettenindustrie anzusiedeln. Ansonsten überwiegen Klein- und Mittelbetriebe. Jordanien hat kaum Bodenschätze. Die Förderung von Phosphat trägt zum Devisenhaushalt bei. Phosphat macht 27 Prozent des Exports aus.
Die Analphabetenrate beträgt rund neun Prozent, die Arbeitslosenquote wird auf rund 20 Prozent geschätzt. Das mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbarte Stabilisierungsprogramm hat Jordanien zwar verbesserte Wirtschaftsdaten beschert, aber der Anteil der Bevölkerung, der als arm gilt, beträgt inzwischen 29 Prozent.

 

Mit dem Jahresprojekt 2008 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
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