Süd-Nord-Austausch
|
Bildete der Nord-Süd Austausch bisher die Hauptrichtung des Ökumenischen FreiwilligenProgramms, so ist das seit zwei Jahren anders. Ein Reverse- Programm, der Süd-Nord Austausch, ist fester Bestandteil. Aus unseren Partnerkirchen kommen junge Erwachsene seit ein paar Jahren nach Deutschland. Das Ökumenische FreiwilligenProgramm begleitet diese Zeit des Mitlebens und Mitarbeitens.
››› Infobroschüre Süd-Nord-Austausch (pdf 148kb)
Wer nimmt an dem Programm teil?
Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die in der kirchlichen Arbeit der Partnerkirchen aktiv sind.
Wann und für welchen Zeitraum kommen die Freiwilligen?
Einreise ist in der Regel ab Mitte Oktober. Sie bleiben dann sechs Monate.
Wie läuft das Auswahlverfahren?
Gemeinsam mit der Einsatzstelle erstellt das EMS ein Anforderungsprofil, die sogenannte "place-description". Diese wird dann über die Verbindungsreferate an die entsprechenden Partnerkirchen weitergegeben. Die Partnerkirchen treffen die Auswahl und benennen die Person.
Wie sieht die Praktikumszeit aus?
Die Freiwilligen machen Praktika in sozialen Einrichtungen. Das kann von Kindergärten bis zur Mitarbeit in Behinderteneinrichtungen reichen. Meistens beteiligen sich die Freiwilligen aktiv in der Kirchengemeinde.
Wobei bietet das EMS Unterstützung?
Das ÖFP übernimmt die Organisation im Vorfeld des Aufenthaltes, d.h. Abschließen einer Kranken-, Unfall-, und Haftpflichtversicherung, Regelung der Einreise- und Aufenthaltsbewilligungsformalitäten. Die Flugkosten werden vom EMS übernommen und in Ausnahmefällen von den Partnerkirchen.
Wie sieht die Begleitung während des Aufenthaltes aus?
Während der Zeit in Deutschland wird ein Vorbereitungsseminar, eine Zwischenauswertung und ein Abschlussseminar angeboten. Diese Seminare informieren über Land und Leute und geben Hilfestellung beim interkulturellen Lernen. Das ÖFP Team berät in möglichen Konfliktsituationen.
Welche Chancen bietet das Programm für die Beteiligten in Deutschland?
Für Gemeinden, Freundeskreise und Partnerschaftsgruppen ist es die Gelegenheit, Menschen aus den Partnerkirchen näher kennen zu lernen. Partnerschaftsarbeit wird konkret und weltweite Kirche hautnah erfahrbar.
Was sollten Interessierte in Deutschland bedenken?
Es empfiehlt sich, dass eine Gruppe von mehreren Menschen den Aufenthalt vorbereitet. Die Begleitung eines Freiwilligen oder einer Freiwilligen setzt gerade am Anfang voraus, dass Freizeitaktivitäten koordiniert und angeboten werden.
Wohnen und Verpflegung sollten kostenfrei sein. Das Modell einer Gastfamilie hat sich hier bewährt. Die Freiwilligen erhalten ein Taschengeld von 150 Euro pro Monat. Das übernimmt in der Regel die Einsatzstelle.
Am Anfang kann man Deutschkenntnisse nicht voraussetzen. Fließende Englischkenntnisse sind aber Zulassungsvoraussetzung für das Programm. Ein Sprachkurs in Deutsch kann nach unseren Erfahrungen zum Beispiel bei der örtlichen VHS gemacht werden. Oft finden sich Menschen im Umfeld, die Deutschunterricht geben können.
Welcher Zeitraum ist anzusetzen, bis die Freiwilligen kommen?
Nach den bisherigen Erfahrungen vergehen vom ersten Kontakt mit Interessierten bis zur Ankunft der Freiwilligen mindestens zehn Monate.





