Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen
Im Arbeitskreis Sinti/Roma und Kirchen geschieht gemeinsame Solidaritätsarbeit unter Mitwirkung des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg, der Evangelischen Landeskirche Württemberg, der Badischen Landeskirche, der Diözese Rottenburg und der Erzdiözese Freiburg. Der Arbeitskreis existiert seit 1999 und hat inzwischen einen großen gesellschaftlichen Einfluss bis hinein in die Politik. Medien berichten über Sinti und Roma, es gibt Themen in der Lehrplangestaltung und eine Reform von Polizeiverordnungen.
1993 fand in Leipzig eine Japanisch-Deutsche Kirchenkonsultation statt. Für die japanischen Partner ist Solidarität mit diskriminierten Buraku ein wichtiger Ausdruck ihres Glaubens. Sie haben die deutsche Kirche gefragt: "Wie haltet Ihr es mit diskriminierten Minderheiten in Deutschland?". In Folge dieser Konsultation wurden Vertreter von Sinti und Roma zusammen mit kirchlichen Vertreterinnen und Vertretern nach Japan eingeladen, die daraufhin den Arbeitskreis gegründet haben.
Im Frühjahr 2004 hat der Arbeitskreis unter dem Titel "Deutsche Sinti und Roma" eine Broschüre veröffentlicht. Die erste Publikation dieser Arbeitsgruppe möchte dazu beitragen, immer noch bestehende Vorurteile gegenüber der Minderheit der Sinti/Roma zu reflektieren. Die Textsammlung aus verschiedenen einschlägigen Veröffentlichungen bietet einen konzentrierten Einblick speziell in die deutsche Geschichte dieser Bevölkerungsgruppe bis in die bundesrepublikanische Gegenwart. Anhand der Literaturhinweise im Anhang der 18-seitigen Broschüre kann das eigene Nachdenken und die Auseinandersetzung mit anderen in Kirchengemeinden, Verbänden und Gruppen vertieft werden. Das Heft ist gegen Porto und Verpackung beim EMS zu beziehen. Hier steht es auch zum Download bereit.




