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Die Presbyterianische Kirche von Ghana (PCG)

Die Presbyterianische Kirche von Ghana (PCG) ist eine der ältesten christlichen Kirchen in Ghana. Sie ging 1828 aus der Arbeit der Basler Mission hervor. In Folge des Ersten Weltkriegs kam sie unter die Verwaltung der Kirche von Schottland. 1926 wurde sie selbständig und nahm den heutigen Namen an. Heute hat sie etwa 450.000 Mitglieder. 70 Prozent der Mitglieder sind Frauen, etwa 60 Prozent  sind unter 35 Jahren.

Die Kirche ist in 14 "Presbyteries", Dekanate, aufgeteilt, die in den vergangenen Jahren durch einen Dezentralisierungsprozess zunehmende Verantwortung für die kirchliche Arbeit bekommen haben. Die Distrikte umfassen bis zu 15 Gemeinden. Sie werden geleitet durch einen Distriktspfarrer, während die Gemeindearbeit vor Ort meist durch Katecheten geschieht.

Die PCG ist im Erziehungswesen und in der Gesundheitsarbeit engagiert. Sie unterhält Bildungseinrichtungen vom Kindergarten über Grundschulen bis zu Gymnasien und Berufsschulen, insgesamt etwa 1.800 Schulen im ganzen Land. Im tertiären Bildungsbereich ist sie Trägerin mehrerer Lehrerseminare und seit Ende 2003 einer eigenen Universität mit Sitz in Abetifi. Die Ausbildung von Pfarrern erfolgt im Trinity College, einem Seminar in ökumenischer Trägerschaft.

Die PCG ist Trägerin von vier Krankenhäusern, mehreren regionalen Kliniken und mobilen Basisgesundheitsdiensten, die eng mit den staatlichen Gesundheitsdiensten zusammenarbeiten. Insgesamt deckt sie damit etwa neun Prozent der medizinischen Versorgung im Land ab. Daneben unterhält sie mehrere Landwirtschaftsprojekte vor allem im Norden des Landes.

Die Kirche versteht diese Dienste als ganzheitliche Verkündigung des Evangeliums und versucht, dies auch in den Institutionen zu leben. Sie versteht ihre Existenz missionarisch. Die charismatischen "Bibel- und Gebetsgruppen" haben einen wachsenden Einfluss auf die ganze Kirche und gehören mit ihren Evangelisationen zum dynamischsten Teil der Kirche. Durch sie wächst die Kirche zahlenmäßig. Kirchliche Arbeit geschieht in den relativ straffen Organisationen für Kinder- und Jugendarbeit, Männerarbeit und Frauenarbeit. Musik- und Chorgruppen spielen im gottesdienstlichen Leben eine wichtige Rolle.

Mit dem Jahresprojekt 2008/2009 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
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