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Daten zu Ghana

Bevölkerung: Ghana hat zirka 19,85 Millionen Einwohner (2003), davon leben 37 Prozent in den Städten. Das jährliche Bevölkerungswachstum liegt bei 2,4 Prozent, die durchschnittliche Lebenserwartung bei 58 Jahren. Die städtischen Zentren im Süden sind die Hauptstadt Accra - einschließlich Tema - mit 2,8 Millionen Einwohnern und Kumasi mit 952.000 Einwohnern. Die größte Stadt im Norden ist Tamale mit 280.000 Einwohnern.

Geografie: Das Land hat mit 238.533 Quadratkilometern etwa die Fläche Großbritanniens. Es grenzt im Westen an die Elfenbeinküste, im Norden an Burkina Faso und im Osten an Togo. Die längste Nord-Süddistanz beträgt 672 Kilometer, die Ost-Westausdehnung 526 Kilometer. Der größte Fluss ist der Volta, der bei Akosombo künstlich gestaut wird. Der Akosombo-Stausee, der größte künstliche See der Erde, ist auf 400 Kilometer Länge befahrbar. Tropischer Regenwald bedeckt den Südwesten, während die südöstliche Küstenebene und der Norden von Busch- und Graslandvegetation bewachsen sind.

Klima: Das Klima des Landes ist durchgehend tropisch. Die Temperaturen fallen nicht unter 25 Grad Celsius. Der März, kurz vor Anbruch der Regenzeit, ist der heißeste, der August der kühlste Monat. Der Regenfall ist im Südwesten am stärksten, während der südöstliche Küstenstreifen um Accra und der hohe Norden die trockensten Regionen des Landes sind. Im Süden regnet es zwischen April und Juni, September und Oktober. Die Regenzeit im Norden setzt im Allgemeinen im Mai ein und dauert bis zum Oktober. Hier schließt sich eine lange, vom Wüstenwind Harmattan geprägte Trockenzeit von November bis April an.

Sprachen: Im Land werden über 70 Sprachen gesprochen. Twi hat sich als eine der wichtigsten Sprachen der Akangruppe neben Englisch zur Lingua Franca im Land entwickelt. 

Ethnische Gruppen: Seit 1960 wird Ethnizität aus politischen Gründen statistisch nicht mehr erfasst. Sie spielt aber im Bewusstsein der Menschen eine entscheidende Rolle, wenn auch durch vielfältigen kulturellen Austausch nur noch in wenigen Fällen von kulturell klar abgegrenzten Gruppen gesprochen werden kann. Alle Ghanaer, auch in den Städten geborene Migrantinnen und Migranten, begreifen sich jedoch als Mitglied einer ethnischen Gruppe. Die Gruppen sind:

Besonders im Norden Ghanas kommt es immer wieder zu gewaltsamen Konflikten zwischen Bevölkerungsgruppen. Meist geht es um Landrechte oder es wird um die Vorherrschaft innerhalb eines Volkes gekämpft.

Mit dem Jahresprojekt 2008 FrauenLeben in der Fremde – Mission und Migration richtet die EMS-Gemeinschaft den Blick auf die Situation von Migrantinnen in Ostasien und anderen Ländern. Gruppen und Einzelne sind eingeladen, sich in einer Mitmach-Aktion kreativ mit dem Thema auseinander zu setzen.
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